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SVP fasst Nein Parole zur Zentrumsgestaltung

Erschienen am: Di, 21.02.2012 · Erschienen in: Der Rheintaler

Der parteilose Gemeinderat Jürgen Nagel informierte darüber, welche Veränderungen im Zentrum von St. Margrethen geplant sind. Die SVP beschloss die Nein-Parole zur Vorlage.

ST. MARGRETHEN. Ein wesentlicher Anteil der geplanten Kosten von 4,9 Mio. Franken entfällt auf die Sanierungsarbeiten an der Kanalisation, die bereits seit Jahren dringend nötig sind. Gleichzeitig soll auch ein grösserer Betrag dafür verwendet werden, die Attraktivität des Zentrums zu steigern. Dafür werden einerseits gestalterische Elemente verwendet, andererseits wird die Verkehrsführung in diesem Bereich neu geregelt. So soll etwa die Bahnhofstrasse neu als Einbahnstrasse mit Tempo 30 geführt werden.

Alle geplanten Massnahmen haben das Ziel, das Zentrum, das sich seit einigen Jahren schleichend zu einer Ballung von Angeboten aus dem Balkan entwickelt hat, wieder einer breiteren Nutzung zuzuführen. Neue Läden oder Dienstleistungsbetriebe sollen sich in einem attraktiven Umfeld ansiedeln können und so den Innenbereich des Dorfes, rund um den schönen Park, wieder für alle St. Margretherinnen und St. Margrether zum lebenswerten Zentrum zu machen.

Die vorgelegten Pläne wurden von den Anwesenden ausführlich kommentiert. Einwände wurden zum hohen Kostenanteil für die gestalterischen Massnahmen von gut 32 Prozent laut. Auch die neue Verkehrsführung wurde sehr kritisch beurteilt. Anwohner befürchteten, dass durch eine Vergrösserung des Gastronomieangebotes die Lärmemissionen noch störender werden als sie bereits jetzt sind. Ebenfalls wurde die Frage nach der Priorisierung von Bauvorhaben der Gemeinde gestellt. Im Zentrum dazu stand die Frage, ob sich die St. Margrether, im Wissen um die auf die Gemeinde zukommenden Investitionen der nächsten Jahre (Neubau Werkhof Mannenberg, Bahnhofübergang für Europuls, etc.), eine solche Investition überhaupt leisten können, ist doch der Finanzhaushalt der Gemeinde bereits arg strapaziert. Einige Personen äusserten sich skeptisch, ob solche Massnahmen wirklich das richtige Instrument sind, um neue Einwohner zu gewinnen. Den Schlüssel zum Erfolg sehen sie eher in der Reduktion des relativ hohen Steuerfusses als in einer neuen «Flaniermeile» mit neu gepflanzten Bäumen. Die Diskussion wurde ausgiebig und engagiert geführt. In der abschliessenden Parolenfassung zur Abstimmung vom 11. März unterlagen die Befürworter mit einem Anteil von 29 Prozent, wobei sich ein beträchtlicher Anteil der Stimmberechtigten (18 Prozent) noch keine schlüssige Meinung bilden konnte und sich der Stimme enthielt. (pd)

Der parteilose Gemeinderat Jürgen Nagel (2. v. l.) informierte SVP-Vertreter über die Abstimmungsvorlage (v. l.): Vizepräsident Fabian Herter, Kantonsratskandidat Rolf Thurnheer, Kantonsratskandidatin Monika Ackermann, Beisitzer Cornel Fehr und Ortsparteipräsidentin Karin Thurnheer. (Bild: pd)

 

Quelle: http://www.rheintaler.ch/ostschweiz/stgallen/rheintal/rt-ur/Zentrumsgestaltung-SVP-sagt-Nein;art166,2872750

 

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