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Wieder mehr chrampfen

Erschienen am: Fr, 10.03.2017 · Erschienen in: Der Rheintaler

Wieder mehr chrampfen

 

Werner Heule gibt das Präsidium der SVP-Kreispartei ab. Er stellt sich Ende Monat der Wahl in den Zentralvorstand. Nachfolger im Rheintal ist Markus Wüst. Er muss seine Partei wieder mehr auf die Strasse bringen.

 

Der Widnauer Werner Heule hat an der gestrigen Hauptversammlung der SVP Rheintal im Lüchinger «Ribelhof» das Präsidium seiner Kreispartei dem Oberrieter Kantonsrat Markus Wüst übergeben. Nicht weil Heule amtsmüde wäre: Er wird vielmehr der Delegiertenversammlung der SVP Schweiz Ende dieses Monats zur Wahl in den Zentralvorstand vorgeschlagen.

Egger: «Ich will Stimme sein und nicht nur Echo»

Neu in den Vorstand gewählt wurde ausserdem der Rüthner Paco Fagetti. Er übernimmt vom Bernecker Kantonsrat Mike Egger die Aufgaben als Ressortleiter Internet und Medien. Egger hat sich die Entlastung gewünscht, weil er die Zeit, die er bislang für diese Aufgabe im Kreisparteivorstand aufgewendet hat, lieber auf kantonaler Ebene einsetzen möchte. «Ich bin nach wie vor heiss aufs Politisieren», stellte er klar, «und ich möchte dabei Stimme sein und nicht nur Echo.»

Auf den neuen Kreisparteipräsidenten und seinen Vorstand wartet viel Arbeit. Nach wie vor sei es für die Partei schwierig, in die Gremien gewählt zu werden, stellte Kantonalparteipräsident Walter Gartmann fest. Nationalrat Roland Rino Büchel, der selbst dem Kreisparteivorstand angehört, stimmte Gartmann zu und nannte dazu das Beispiel Oberriet, wo es der SVP bislang nicht gelungen ist, jemanden in den Gemeinderat zu bekommen.

«Wir sind zu bequem geworden»

Gartmann und Büchel gaben den Tarif bekannt: «Wir sind zu bequem geworden; wir müssen wieder auf die Strasse, so wie vor 25 Jahren in den Anfängen unserer Partei.» Zum Unterschriftensammeln für Initiativen und Referenden, aber auch nur, um mit den Leuten über Politik zu reden. Von den SVP-Funktionären verlangt Walter Gartmann eine konsequente Haltung: «Wir müssen standhaft, verlässlich und packend politisieren», betonte er und nannte damit Eigenschaften, deren Anfangsbuchstaben die Parteiabkürzung ergeben. Roland Rino Büchel verlangt auch mehr Engagement in den Ortsparteien, vor allem beim Unterschriftensammeln. Es gehe nicht an, dass eine Ortspartei weniger Unterschriften zusammenbringe, als sie Mitglieder habe.

Als nächstes will die SVP aber nicht in erster Linie Unterschriftenbögen füllen, sondern für ein Nein zum neuen Energiegesetz weibeln, über das am 21. Mai abgestimmt wird. Die darin gesetzten Energiesparziele gehen der Partei zu weit. «Sie wären nur mit Massnahmen erreichbar, die wehtun», hielt Esther Friedli, die neue Geschäftsführerin der Kantonalpartei, fest, «sprich: mit massiv höheren Energiepreisen auf dem Buckel des Mittelstands und der KMU.» Esther Friedli lud engagierte SVPler darum grad auf heute Nachmittag ins «Haus der Freiheit» am Wintersberg ob Krummenau ein. Toni Brunner wird die Leute mit Argumenten für den Abstimmungskampf aufmunitionieren.

 

Max Tinner

 

 

https://rheintaler.ch/artikel/wieder-mehr-chrampfen/37760

 

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