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Sicherheitspolitik im Festungsmuseum

Erschienen am: Mi, 01.06.2016 · Erschienen in: Der Rheintaler (nur Kurzversion)

Sicherheitspolitik im Festungsmuseum
 
Oberstlt i Gst Roger Rauper aus Oberglatt ZH, Berufsoffizier der Uem Truppen mit Standort Frauenfeld, folgte der Einladung der SVP Ortspartei St. Margrethen  ins Festungsmuseum Heldsberg. Gut 30 Mitglieder und Sympathisanten liessen sich für sein Referat über „die Armee von heute und morgen“ in die heimelige Heldsbergstube locken.
Roger Rauper begann mit seinen Ausführungen bei den globalen Konfliktherden, und deren Auswirkungen über Terroranschläge bis in die europäischen Metropolen. Organisationen wie der Islamische Staat werden professionell geführt, und nutzen mit Anschlägen auf symbolträchtige Orte gezielt die Medien um auf ihre Ansprüche aufmerksam zu machen. In diesem Zusammenhang erklärte er die neuen Bedrohungen durch die hybride Kriegsführung und den Cyberwar. Auch in der Schweiz nimmt die Bedrohungslage durch wirtschaftliche Probleme, zunehmender Sozialquote, einer verschärften politischen Auseinandersetzung und Dschihadisten zu. Rauper meinte, es sei ein grosses Privileg in diesem Land seit 160 Jahren in Friedenseiten zu leben.
Die Armee wird in Zukunft auf einen Bestand von 100‘000 Mann ausgerichtet, die  vollständig ausgerüstet sind. Moderne Technik, eine stärkere Regionalisierung, die Erhöhung der Bereitschaft und eine verbesserte Kaderausbildung sollen auch mit diesem, im historischen Vergleich sehr tiefen, Bestand die Sicherheit gewährleisten. Bei Naturkatastrophen helfe die Armee sehr gerne, müsse aber explizit von den betroffenen Kantonen aufgeboten werden. Oft bestehe da auch eine Konkurrenz zwischen dem lokalen Gewerbe und der Armee. Genauso einen Wettbewerb gäbe es bei der Rekrutierung zwischen Privatwirtschaft und der Armee, sowie auch mit der Alternative des Zivildienstes.  Ebenfalls problematisch wird es wenn Zivilschutzanlagen vom Bund für Asylanten reserviert werden, während die Armee selber Mühe bekundet ihre eigenen Truppen für die notwendige Ausbildung unterzubringen. Wo in der Schweiz die Prioritäten liegen, sei nicht immer schlüssig nachvollziehbar.
Das Publikum zeigte brennendes Interesse und war empfänglich für vertiefte Informationen zu kontroversen Themen wie dem Truppentransporter Duro, neuen Kampfflugzeugen, Durchdienern und den Finanzen. Bedenken zur Sicherheit der Bevölkerung  wurden mehrfach angesprochen, was im Rheintal mit seinen teils offenen Grenzen nicht überraschte. Bei weiteren Gesprächen nach dem offiziellen Teil, in Sicherheit tief im Innern des Heldsbergs, wurde der Abend noch gemütlich ausgeklungen.
 

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