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«Wir liegen offenbar richtig»

Erschienen am: Mo, 29.02.2016 · Erschienen in: Der Rheintaler

«Wir liegen offenbar richtig»

Max Tinner 0 Kommentare

Mit dem erreichten Wahlresultat sieht sich die SVP Rheintal in ihrer Politik bestätigt. Dass mit Christian Willi und Markus Wüst gleich zwei SVPler neu in den Kantonsrat gewählt wurden, freut die Partei. Dass es auf Kosten Herbert Husers geht, freilich weniger.

BERNECK. Marcel Dietsche traute seinen Augen kaum: Mit jeder weiteren Gemeinde, deren Zahlen am Sonntag in der Zusammenstellung des Kantons dazu addiert wurden, stieg sein Stimmensaldo höher und höher. Zuletzt kam er auf 8643 Stimmen. Das sind über 2300 Stimmen mehr als er vor vier Jahren bekommen hatte, und fast 700 mehr als der CVPler Thomas Ammann damals erhalten hatte. Ammann, mittlerweile Nationalrat, hatte vor vier Jahren im Rheintal mit Abstand das beste Resultat erzielt. Nun hat Dietsche ihn noch übertrumpft. Allerdings ist die Wahlbeteiligung heuer um einiges höher als damals. Besonders freut Dietsche das Abschneiden in der eigenen Wohngemeinde Oberriet, wo er mit grossem Abstand das beste Resultat aller Rheintaler Kandidaten erzielt hat.

«Ein abartig gutes Resultat»

Mit 8421 Stimmen fast gleichauf liegt Mike Egger. Im Vergleich zu den Wahlen vor vier Jahren (damals war er erstmals angetreten und gleich auf Anhieb gewählt worden), ist sein Stimmengewinn sogar noch markanter als jener Dietsches. Fast 4000 Stimmen hat er dazugewonnen. «Das ist ein abartig gutes Resultat», stellt Egger überaus zufrieden fest. Er erachtet es als Anerkennung für die in den letzten vier Jahren geleistete Arbeit und fasst es gleichzeitig als Auftrag der Wählerschaft auf: «Ich werde so weitermachen», verspricht er.

Hervorragende Resultate erzielten auch die Bisherigen Peter Eggenberger, Walter Freund und Peter Kuster. Auch Herbert Huser hat mit 5651 mehr Stimmen erhalten als einzelne Gewählte anderer Parteien. Des Proporzes wegen fällt er aber innerhalb der SVP unter die Wahlschwelle. Die in den letzten Wochen gegen ihn gefahrene Kampagne hat ihn zu viele Stimmen gekostet. Sein Sitz geht an den Oberrieter Unternehmer Markus Wüst, der 30 Stimmen mehr erzielte.

Wüst galt noch als erster Ersatz, als er vor Bekanntgabe des Endresultats von der Wahlfeier der Kreispartei in Berneck aufbrach, um an jene der Ortspartei in Kriessern zu fahren. Erst die Resultate der beiden letzten noch ausstehenden Gemeinden, Balgach und Berneck, machten ihn zum Kantonsrat. Als solcher will sich der Unternehmer im Besonderen für das Unternehmertum und für die Arbeitsplatzerhaltung einsetzen.

Lange war am Wahlsonntag nicht klar, ob es der SVP gelingen würde, den vor vier Jahren verlorenen Sitz zurückzuholen. Zwar war mit dem aus St. Gallen in den Wahlkreis zugezogenen Markus Straub der bei den letzten Wahlen verlorene Sitz zwischenzeitlich wieder dazu gekommen. Mit ihrem Abschneiden bei den Wahlen hat sie diesen siebten Sitz nun wieder legitimiert.

Da Markus Straub, der amtierende Kantonsratspräsident, nicht mehr zu den Wahlen angetreten war, stellt die Rheintaler SVP im Kantonsrat ein weiteres neues Gesicht: den Altstätter Stadtrat Christian Willi. Als Treuhänder will er vor allem ein Auge auf die Kantonsfinanzen haben. Er sieht sich zudem als Vertreter Altstättens im Rat.

Kreisparteipräsident Werner Heule freut sich über den zurückgewonnenen siebten Sitz. Das gesteckte Ziel sei damit erreicht, sagt er. «Mir zeigt das Resultat, dass wir mit unserer Politik auf dem richtigen Weg sind.» Heule bedauert einzig, dass Herbert Huser nicht bestätigt worden ist. «Er hat seine Arbeit sicher mehr als recht gemacht», sagt er, «einen solchen Absturz hat er nicht verdient.»

Und jetzt in die Gemeinden

Für Wahlstabsleiter Christian Freund sind die von der SVP im Rheintal erzielten über 110 000 Stimmen auch Ansporn für die im Herbst bevorstehenden Gemeindewahlen. Die Ortsparteien seien nun gefordert, Kandidatinnen und Kandidaten auf kommunaler Ebene aufzustellen.

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