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Gemeiner Schnauz für Adolf

Erschienen am: Mi, 03.02.2016 · Erschienen in: Der Rheintaler

Gemeiner Schnauz für Adolf

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Es war nur eine Frage der Zeit, bis jemand sich an einem Plakat von SVP-Kantonsratskandidat Marcel Adolf zu schaffen machen würde. Jetzt ist es tatsächlich passiert – in Rebstein.

Jemand hat dem Kandidaten einen Hitlerschnauz ins Gesicht gemalt und diesen um einige Schnurrhaare erweitert. Dass auch schon andere Politiker auf diese Weise verunstaltet wurden, wird Marcel Adolf nicht wirklich ein Trost sein.

Zum Beispiel wurden die Porträts der Nationaräte Lukas Reimann und Toni Brunner im Herbst 2011 in Züberwangen mit Hitlerschnäuzen versehen. Damals erstatte die SVP Strafanzeige wegen Sachbeschädigung.

Als Vorname wird Adolf seit 1950 kaum mehr verwendet – aus verständlichen Gründen. Doch als Nachname wird er von Generation zu Generation weitergegeben.

Wie vorbelastet der Name Adolf seit dem Zweiten Weltkrieg ist, zeigt auch die französische Komödie „Der Vorname“ aus dem Jahr 2012. Als jemand verrät, seine Frau und er beabsichtigten, ihren Sohn Adolf zu taufen, ist dies der Anfang eines heftigen Streits in einer kleiner Runde.

Marcel Adolfs Gesichtsausdruck auf dem Plakat ist wohl die beste Entgegnung auf die Verunstaltung: Trotz des Schnauzes lächelt Adolf unbeeindruckt weiter.

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