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SVP will bockigen Moslem loswerden

Erschienen am: Mi, 09.09.2015 · Erschienen in: Der Rheintaler

Emir Tahirovic ist in den letzten Monaten vielen zum Feindbild geworden. (Archivbild: Hanspeter Schiess)

SVP will bockigen Moslem loswerden

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Die kantonale SVP unterstützt eine gegenwärtig laufende Petition, mit der die Behörden aufgefordert werden, die Niederlassungsbewilligung einer bosnischen Familie in St.Margrethen zu widerrufen.

Ihre gesellschaftspolitischen Vorstellungen könne die Familie in Bosnien-Herzegowina besser ausleben als in der Schweiz, heisst es in einer Medienmitteilung, die der Altstätter SVP-Kantonalpräsident Herbert Huser und Fraktionspräsident Michael Götte verschickt haben.

Die SVP "prüft zudem, welche rechtlichen Instrumente auf kantonaler und nationaler Ebene revidiert bzw. ergänzt werden müssten, damit Fälle wie derjenige des Bosnieres aus St.Margrethen in Zukunft vermieden werden können". Im Interesse eines konfliktfreien Zusammenlebens zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen in der Schweiz, "gerade in Zeiten massiver Einwanderung", sei es nötig, konsequenter gegen Integrationsverweigerer vorzugehen. Diese "berechtigte Forderung wird häufig und völlig zu Recht auch von den betroffenen Gemeinschaften selbst erhoben", schreibt die SVP.

Die bosnische Familie, um die es geht, geriet wiederholt in die Schlagzeilen. Zuletzt erschien über den kompromisslos Strenggläubigen ein Porträt unter dem Titel "Der bockige Moslem".

Der Vater "sträubt sich systematisch gegen die Integration seiner Kinder, indem er ihnen die Teilnahme an Schullagern und am Schwimmunterricht verbietet", schreibt die SVP. Er zeige keinerlei Bereitschaft zu einem konstruktiven Dialog, boykottiere die obligatorischen Elternabend und verweigere den Kontakt mit weiblichen Lehrpersonen. Obwohl er schon gebüsst und auch strafrechtlich verurteilt worden sei, sei er uneinsichtig, da für ihn, gemäss seinen Aussagen und so wie er sie selbst interpretiert, seine göttlichen Gesetze über der schweizerischen Rechtsordnung stünden.

Seine "offensichtliche Verachtung für unsere Gesellschaftsform hindert ihn aber nicht daran, sich den Lebensunterhalt von der Sozialhilfe finanzieren zu lassen", heisst es in der SVP-Medienmitteilung. Und weiter: "Die SVP fragt sich, wie es möglich war, dass dem betreffenden Vater überhaupt die Niederlassungsbewilligung gewährt wurde, denn offenbar ist sein Verhalten schon länger bekannt. Dies nicht zuletzt bei seinen Landsleuten, die ihn gemäss Medienberichten aufgrund seiner radikalen Ansichten meiden."

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