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Werner Heule präsidiert die SVP

Erschienen am: Sa, 07.03.2015 · Erschienen in: Der Rheintaler

Werner Heule präsidiert die SVP

René Schneider 0 Kommentare

Nach einem internen Wahlpoker an der gestrigen Hauptversammlung wählten 54 Mitglieder der SVP Rheintal den 63-jährigen Widnauer Werner Heule zu ihrem Präsidenten. Er löst den Rheinecker Harry Büchel ab.

WIDNAU. Kreispräsident Harry Büchel hatte das Amt 2012 übernommen und tritt auf eigenen Wunsch zurück. Der Vorstand präsentierte den Mitgliedern gestern im «Metropol» einen Zweiervorschlag: Die beiden Vizepräsidenten Hansruedi Köppel (Heerbrugg) und Werner Heule (Widnau). Kantonalpräsident Herbert Huser (Altstätten) schlug – für die Mitglieder überraschend – Kantonsrat Peter Eggenberger (Rüthi) zur Wahl vor.

Überraschender Vorschlag

Fähig und geeignet, die Kreispartei erfolgreich in die nächsten Wahlen zu führen, seien alle drei Kandidaten, so Huser. Aber es sei wichtig und vorteilhaft, wenn der Präsident auch in St. Gallen nah am politischen Geschehen ist. Manche teilten Husers Ansicht, andere nicht. Weder Huser noch sein Nachfolger Büchel seien bei ihrer Wahl ins Präsidium der Kreispartei Kantonsräte gewesen, wurde moniert. Aber alle waren sich einig, dass alle drei Kandidierenden gute Präsidenten abgeben würden. Die beiden Wahlgänge belegten diese Haltung, lagen doch die Resultate jedesmal nah beieinander. Im zweiten Wahlgang schwang dann Werner Heule mit 28 von 54 Stimmen knapp obenaus.

Der 63-jährige Widnauer, Wirtschaftsinformatiker bei Leica, geht in wenigen Monaten in Pension. Er habe ausreichend Zeit für das Amt und auch die Unterstützung seiner Frau, hatte er den Mitgliedern in der Vorstellung erklärt. Neu in den Vorstand wählten die Mitglieder den Montlinger Josef Wüst. Im Vorstand bleiben Hansruedi Köppel (Heerbrugg) als Vizepräsident, Mike Egger (Berneck), Dirc Marti (Balgach), Fabian Herter (St. Margrethen) und Nationalrat Roland Büchel (Oberriet).

Ohne Marcel Toeltl

Nicht an der HV nahm Marcel Toeltl, Präsident der Ortspartei St. Margrethen, teil. Er hat vor einer Woche nationale Bekanntheit erlangt mit fremdenfeindlichen Äusserungen auf seiner privaten Webseite. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn. Thema an der HV wurde er, weil die Diepoldsauerin Carmen Bruss in der Befragung der Kandidaten für das Kreispräsidium von allen wissen wollte, wie sie sich im Amt im «Fall Toeltl» verhalten hätten.

Internet ist nicht privat

Das lockte den Kantonalpräsidenten Herbert Huser aus der Reserve: «Absoluter Schwachsinn» war nicht die stärkste Qualifikation, die ihm zu Toeltls Pamphlet im Internet einfiel. Jeder könne privat denken, was er wolle, «aber ich will mich nicht mehr für solche Aktionen schämen und rechtfertigen müssen, die es unseren Gegnern ermöglichen, unsere Partei in die Rassismus-Ecke zu stellen.» Trotzdem sei ein Parteiausschluss kein Thema, sagte Huser. Doch mahnte er die Mitglieder, «beim Aufschalten des Internets bitte auch das Gehirn einzuschalten».

Eine weitere Diskussion entbrannte über der Frage, ob dem Vorstand im Wahljahr statt des vorgeschlagenen Budgets das ganze Vermögen von 15 000 Franken zur Verfügung gestellt werden soll. Letztlich wurde dieser Vorschlag angenommen.

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