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Bruss tritt zurück, Ritter zu Besuch

Erschienen am: Do, 11.04.2013

Für das Sekretariat der SVP-Ortspartei Diepoldsau muss nach dem Rücktritt von Carmen Bruss eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gefunden werden. Dies war eines der Themen an der Hauptversammlung der Partei.

DIEPOLDSAU. Die SVP Diepoldsau hatte ihre Mitglieder und Sympathisanten zur neunten Hauptversammlung in den «Freihof»-Saal eingeladen. Präsident Hanspeter Hasler führte speditiv durch die statutarischen Geschäfte. Die meisten Traktanden konnten denn auch recht schnell abgehandelt werden. Es gab aber auch zwei für die Ortspartei negative Punkte, die angesprochen und zur Kenntnis genommen werden mussten. Als Erstes war das die Jahresrechnung, die für einmal einen Minusbetrag aufweist. In einem Wahljahr muss dies aber nicht weiter beunruhigen.

Schwerer hingegen ist der Rücktritt von Carmen Bruss, die das Parteisekretariat über sechs Jahre umsichtig führte, zu verkraften. Denn trotz intensiver Suche konnte die Nachfolge noch immer nicht geregelt werden. Carmen Bruss selbst wurde für ihre Arbeit herzlich gedankt. Als Anerkennung und kleine Entschädigung wurde ihr durch den Vizepräsidenten ein Präsent überreicht.

Viele Fragen gestellt

Im öffentlichen Teil des Abends referierte Nationalrat und Bauernpräsident Markus Ritter zum Thema «Bedeutung und Zukunft unserer Landwirtschaft». Mit viel Fachwissen, interessanten Hintergrundinformationen und Herzblut verstand er es, die Anwesenden mit seinen Worten richtiggehend zu fesseln. Dies zeigten auch die vielen Fragen, die ihm im Anschluss an seinen Vortrag gestellt wurden. Im Zentrum seines Referates stand die Ernährungsbeschaffung in der Zukunft. Und dies weltweit gesehen und nicht nur auf die Schweiz bezogen. Die Schweiz mit einem Deckungsgrad von knapp 50 Prozent steht im Gegensatz zu anderen Ländern im Moment noch recht gut da. Aber wegen des starken Bevölkerungswachstums muss man sich wohl auch bei uns langsam Gedanken machen, wie es weitergehen soll, um nicht noch mehr vom Ausland abhängig zu werden. Denn es gibt schon jetzt auf der Welt viele Länder, die darauf angewiesen sind, im Ausland Land kaufen zu können und dieses zu bewirtschaften, um den Nahrungsbedarf decken zu können. Das Thema «Nahrungsbeschaffung» ist darum kein Parteienproblem, es geht alle an. Darum muss man in Zukunft gemeinsam versuchen, dieses Problem einer guten und für alle akzeptablen Lösung zuzuführen.

«Einheimisches» Geschenk

Zum Dank für sein informatives und sehr interessantes Referat übergab ihm der Vize, der das Ganze auch eingefädelt hatte, ein kleines Präsent mit diversen einheimischen Produkten. (pd)

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