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Politiker zum Anfassen

Erschienen am: Do, 17.01.2013 · Erschienen in: Der Rheintaler

Karin Thurnheer, Ortsparteipräsidentin der SVP St. Margrethen, liegt es am Herzen, dass man Politiker nicht nur aus dem Fernsehen kennt. Im Februar steht deshalb ein Vortrag des Schaffhauser Ständerats Thomas Minder an.

Frau Thurnheer, wie gelingt es der SVP St. Margrethen immer wieder, bekannte Persönlichkeiten als Referenten ins Dorf zu laden?

Karin Thurnheer: Das ist nicht so schwierig, wie man es sich vorstellt. Da ich nun fünf Jahre der SVP St. Margrethen vorstehe, habe ich an verschiedenen Delegiertenversammlungen Kontakte geknüpft. So kann es sein, dass man auf einmal im Besitz der Nummer eines bekannten Politikers ist. Absagen bekommt man kaum. Nur Oskar Freysinger konnten wir nicht dazu bewegen, nach St. Margrethen zu kommen. Das ist aber teilweise auch unsere Schuld, da wir das Projekt nicht weiterverfolgt haben.

Nach welchen Kriterien werden Referenten ausgewählt?

Thurnheer: Wir versuchen, aktuelle Themen zu berücksichtigen und dazu passende Persönlichkeiten einzuladen. 2011 war Stefan Kölliker, Vorsteher des St. Galler Bildungsdepartementes, zu Besuch. Die Veranstaltung kam bei den Zuhörern sehr gut an. Viele, die diesem Politiker kritisch gegenüberstanden, haben ihre Einstellung geändert, nachdem sie sich mit Kölliker unterhalten hatten.

Ziel dieser Veranstaltungen ist also, die Besucher den Politikern gegenüber wohlwollend zu stimmen?

Thurnheer: Ganz und gar nicht. Doch wer Politiker nur aus dem TV kennt, bildet sich schnell ein falsches Bild. Wer aber die Gelegenheit nutzt, mit diesen Menschen zu diskutieren, stellt fest, dass auch Politiker umgänglich und nicht abgehoben sind. Die meisten interessieren sich für die Anliegen der Bevölkerung.

Ihre Referenten sind nicht immer Mitglieder der SVP: Ständerat Thomas Minder beispielsweise ist parteilos.

Thurnheer: Das ist richtig. Ob SVP-Mitglied oder nicht – das spielt keine Rolle. Uns ist wichtig, dass die Person, die den Vortrag hält, die Zuhörer über ein aktuelles Thema informiert, so dass diese im Stande sind, sich eine eigene Meinung zu bilden. Minder ist zwar kein SVP-Mitglied, dennoch kann er als Initiant der Abzocker-Initiative deren Vor- und Nachteile am besten erläutern.

Haben solche Veranstaltungen Erfolg innerhalb der Gemeinde?

Thurnheer: Das Interesse dürfte schon grösser sein, aber es kommt halt auch auf das Thema an. Angehörige anderer Parteien erscheinen an diesen Anlässen eher weniger, obwohl die Veranstaltungen öffentlich sind.

       

 

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