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2009 war Präsidium kein Thema

Erschienen am: Mi, 21.03.2012 · Erschienen in: Der Rheintaler

Die Eichberger Parteispitzen haben entschieden, die Stelle des Gemeindepräsidenten auszuschreiben. Ein Kandidat steht bereits fest: Vor zweieinhalb Jahren wollte sich Walter Freund noch nicht der Wahl stellen; nun wagt er den Schritt.

KURT LATZER

EICHBERG. Anfang Februar hat die amtierende Eichberger Gemeindepräsidentin Eliane Kaiser angekündigt, bei den Kommunalwahlen im Herbst nicht mehr anzutreten. Sie hatte das Amt als Nachfolgerin von Andreas Eggenberger nach ihrer Wahl im Herbst 2009 übernommen.

Kandidatur früh gemeldet

Nach Kaisers Ankündigung verständigten sich die Eichberger Parteien darauf, gemeinsam nach einem Nachfolger zu suchen. «Bereits bei den ersten Gesprächen habe ich den Parteispitzen gesagt, dass ich kandidieren werde und mich während der Ausschreibung von den Parteigeschäften zurückziehe», sagt Walter Freund. Weshalb hat sich die SVP Eichberg nicht aus der Findungskommission zurückgezogen; sie hatte ja in diesem Falle bereits einen Kandidaten? Freund: «Das hätte ich nicht gewollt. Ich bin der Meinung, dass alle Parteien gemeinsam nach Kandidaten suchen sollen.»

Da gab es noch den Zoo

Die letzte Gemeindepräsidentenwahl ist erst zweieinhalb Jahre her. Weshalb hat der Eichberger Landwirt nicht schon 2009 fürs Gemeindepräsidium kandidiert? Was hat sich seit der Wahl Eliane Kaisers verändert? «Gespielt habe ich bereits damals mit dem Gedanken», sagt Freund, «dagegen sprach die Arbeit auf dem Betrieb und im Restaurant des Eichberger Zoos.» Dazu sei das Engagement in der SVP und im Kantonsrat gekommen; «alles zusammen wäre für mich zu viel gewesen». Das definitive Aus für den Zoo und damit auch für das Zoorestaurant habe sich erst Ende 2010 abgezeichnet. Ausser der Sache mit dem Zoo habe sich auch die Situation auf seinem Hof geändert. Sein Sohn Christian sei nun für die Übernahme des Betriebes bereit. «Sollte ich gewählt werden», sagt Walter Freund, «verkaufe ich den Hof meinem Sohn und ziehe mich aus der operativen und strategischen Leitung zurück.»

Erfahrung, Verstand und Gespür

Beim Amt des Gemeindepräsidenten geht der Eichberger Landwirt von einem 50-Prozent-Pensum aus. Und was befähigt ihn seiner Meinung nach dazu, das Gemeindepräsidium zu übernehmen? Walter Freund lächelt: «60 Prozent Erfahrung und Fachwissen durch die Leitung des vielseitigen Betriebes und das Engagement in verschiedenen Räten sowie aus dem Militärdienst als Feldweibel. Dazu kommen 30 Prozent gesunder Menschenverstand und 10 Prozent Gespür.»

Seinen Landwirtschaftsbetrieb führt Walter Freund seit gut 30 Jahren. Er war früher Mitglied des Bezirksschulrates und der Regionalen Schulaufsicht. Dazu kommt sein Engagement im Kantonsrat, als Präsident der landwirtschaftlichen Vereinigung Rheintal und im Landwirtschaftsrat. Vor zwei Wochen hat sich die Findungskommission zur ersten Sitzung getroffen. «Sie besteht aus Vertretern der Ortsparteien CVP, SP, SVP und FDP sowie einem Gemeinderatsmitglied», sagt Marcel Dürr, Präsident der Eichberger FDP.

Pensum nicht fix

Es sei beschlossen worden, eine Stellenausschreibung auszuarbeiten, die bis Mitte April in Zeitungsinseraten und auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht werde. Das Gemeindepräsidium werde als Teilpensum ausgeschrieben. Das genaue Pensum lege der Gemeinderat bis zur Stellenausschreibung fest.

 

Quelle: http://www.rheintaler.ch/ostschweiz/stgallen/rheintal/rt-or/2009-war-Praesidium-kein-Thema;art164,2912239

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