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Stellungnahme

Erschienen am: So, 04.11.2012

Stellungnahme

St. Margrethen. Haben Sie Ihren Strom gewählt?


Im Oktober wurden alle Haushalte in St. Margrethen mit einem Standardbrief und einer Broschüre der Technischen Betriebe St. Margrethen beliefert. Es geht darin um die Wahl des Stromproduktes für 2013. Den Bürgern von St. Margrethen wird eine Auswahl von drei verschiedenen Stromprodukten offeriert.

Die Wahl hat aber nur, wer die Unterlagen, sehr genau gelesen und studiert hat. Da das Schreiben nicht mit einer Unterschrift versehen ist, welches die Wichtigkeit des Briefes unterstrichen hätte, ist das Dokument mitsamt Broschüre wohl in zahlreichen Haushalten ungelesen im Altpapier gelandet. Zudem gibt es bestimmt Strombezüger, die mit den Informationen schlichtweg überfordert sind. All jenen wird nun ein bestimmtes Stromprodukt aufgebrummt, ohne dass sie wissen, dass sie dafür tiefer in die Tasche greifen müssen im kommenden Jahr.

Und selbst der Sachkundige weiss nicht, was ihm geschieht, denn im ist Brief festgehalten, dass ohne das eigene dazutun, der Kunde das Stromprodukt „ naturstrom basic“ erhält. Gemäss der Broschüre aber wird weiterhin das Standardprodukt, und somit die günstigste Veriante ins Haus geliefert, sofern man nicht reagiert. Was stimmt nun wirklich?

Tatsächlich ist es so, dass dem  Bürger, der nichts unternimmt, nicht das günstigste Standardprodukt, der Mixstrom geliefert wird, sondern der etwas teurere „Naturstrom basic“. Das heisst, die Mehrheit der St. Margrether, die bis anhin das Standardprodukt bezogen haben, müssen intervenieren, wenn sie das so beibehalten wollen. Dieses Vorgehen der Technischen Betriebe St. Margrethen ist täuschend, und verstösst gegen den Grundsatz von Treu und Glauben.

Die bessere Vorgehensweise wäre gewesen, wenn jeder St. Margrether Strombezüger informiert worden wäre, dass es andere, eben ökologischere Stromprodukte gibt, als das Standardprodukt „Mixstrom“. Im Sinne der Bürgerfreundlichkeit  wäre es angebracht, dass jeder Kunde weiterhin jenes Stromprodukt bezieht, für welches er auch im aktuellen Jahr bezahlt - sofern nicht ausdrücklich ein anderer Wunsch besteht.

Die SVP St. Margrethen fordert  den Gemeinderat auf, die Vorgehensweise der Technischen Betriebe zu hinterfragen und der Bürgerschaft die Wahl ohne Bevormundung über ein bestimmtes Stromprodukt zu gewähren.

 

Im Namen des Vorstandes der SVP St. Margrethen

Karin Thurnheer, Präsidentin SVP St. Margrethen

31.10.2012

 

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