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Spitäler: Investitionen statt Ausgaben

Erschienen am: Mo, 10.10.2011

Einige Kantonspolitiker wollen, den explodierenden Gesundheitskosten zu Trotz, die bestehenden St.Galler Spitalstrukturen mit acht Land- und einem Zentralspital für alle Zeit in Stein gemeisselt sehen. Sie beklagen dann, so auch Werner Ritter in seinem Leserbrief vom letzten Samstag, wegen des vermeintlichen "Spitalmoratoriums" seien seit Jahren dringend nötige Investitionen nicht getätigt worden. Dabei mussten die Verantwortlichen von Gesundheits- und Baudepartement auf eine Anfrage der SVP im Kantonsrat erst kürzlich kleinlaut eingestehen, dass sie in den letzten Jahren für Unterhalt und Ausbau der St.Galler Spitäler 465.3 Millionen Franken ausgegeben haben. Ganz schön viel Geld für angeblich Nichts! Ebenso falsch liegt Kollege Ritter mit seiner Annahme, es ginge SVP und FDP darum, Investitionen in die Landspitäler aus regionalpolitischen Gründen zu verhindern und stattdessen im Kantonsspital tätigen zu wollen. Nach Überzeugung von SVP und FDP haben regionalpolitische Gründe in der Spitalplanung, wenn überhaupt, bestenfalls eine untergeordnete Bedeutung. Denn die künftige St.Galler Spitalplanung hat sich weniger an der Sicherung bestehender Pfründe zu orientieren als vielmehr an der gesundheits- und wirtschaftpolitischen Realität in unserem Kanton. Und natürlich an den künftigen Herausforderungen. Es muss uns darum gemeinsam gelingen, die Gesundheitsversorgung auf eine sachlich optimierte und breit mitgetragene Basis zu stellen. Damit schaffen wir die Voraussetzung, dass es sich bei den bevorstehenden riesigen Kosten von weit über einer Milliarde Franken nicht einfach um Augaben handelt, sondern um Investitionen. 

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