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Gelebte Integration im Bruggerhorn

Erschienen am: Mo, 20.08.2012

Gelebte Integration im Bruggerhorn

 

Einsam und verlassen steht seit Wochen die öffentlich bejubelte «BotschafterIn-Box» im Strandbad Bruggerhorn in St. Margrethen. Was sie dort verloren hat, weiss niemand so recht. Hauptsache, sie wurde pompös in den Medien vorgestellt, und ihre Initianten und Sponsoren durften sich als dem Dorf besonders wohlgesinnte Menschen darstellen. Unweit davon spielt sich das wahre Leben ab. Wie beispielsweise auf dem Beachvolleyballfeld, wo zusammengewürfelte Badegäste-Teams freundschaftlich gegeneinander antreten. Schweizer kennen dort keine Berührungsängste mit Thailändern, Österreichern, Ex-Jugoslawen und vielen weiteren Nationalitäten. Im Gegenteil: sie spielen sogar in gemischten Teams gegeneinander und geben sich anschliessend die Hand.

Dafür braucht es keine teuren Integrationsprogramme und von den ewig gleichen Kreisen besuchte Pseudo-Anlässe. Auch braucht sich niemand irgendwo zu registrieren oder einem Verein beizutreten. Das schöne Wetter führt die Menschen von alleine zusammen und festigt die gegenseitige Akzeptanz. Badesaison für Badesaison, die Stammgäste kennen sich untereinander. Gesprochen wird selbstverständlich Deutsch, und Körperverhüllung ist ein Fremdwort. Wer sich integrieren möchte, dem stehen alle Türen offen. Wer dies verweigert, der soll konsequent sanktioniert werden. Unseren Vorzeigebotschaftern und Integrationsbehörden würde ein Besuch im Bruggerhorn vielleicht die Augen öffnen.

Fabian Herter

SVP-Vizepräsident
St. Margrethen

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