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Schiesst Lehrerverband übers Ziel hinaus?

Erschienen am: So, 26.02.2012

In den vergangenen Jahren wurde die Volkschule laufend verändert. Eine Reform jagte die andere. Oftmals kam die nächste bevor die letzte überhaupt verarbeitet wurde. Dies forderte alle, nicht nur die Lehrer, sondern auch die Schüler und Eltern. 2008 wurde durch Regierungsrat Stefan Kölliker das Bildungsdepartement übernommen und er kündete an, dass er wieder mehr Ruhe in die Volksschule bringen möchte und überprüfte die laufenden Projekte und bremste die weiteren etwas ein. Für RR Kölliker war klar, dass eine Entlastung der Lehrer notwendig wird, damit sie ihre Aufgabe wieder im selben Umfang erledigen können. Dem Kantonsrat wurde entsprechend eine Vorlage präsentiert, welche alle Lehrer und die Vollzeitangestellten zusätzlich entlastet. Der Kompromiss war bei allen Parteien ein Zugeständnis zum Lehrerberuf. Dass nun der Lehrerverband, in einer Zeit, in welcher Firmen durch Solidaritätsaktionen, längere Wochenarbeitszeiten und Streichung von Brückentagen, die Arbeitsplätze ihrer Angestellten sichert, noch weitere Forderungen stellen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Jedem Vollzeitpensum wird eine Wochenlektion gekürzt, dass heisst von 28 auf 27 Lektionen à 50 Minuten. Zusätzlich wird die Weihnachtsferien erweitert. Es werden gesetzlich 13 Wochen Schulferien verankert. Möchte ein Lehrer sein Pensum reduzieren, kann er dies bis 24 Lektionen und für die restliche Zeit ein Zusatzmandat übernehmen, z.B. Materialwart usw. Trotzdem wird es als Vollpensum angerechnet. Dies alles bei gleichem Lohn. Dass nun RR Kölliker angegriffen wird, er setze sich nicht für die Lehrer ein, kann nicht nachvollzogen werden.

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