» zurück zu den Leserbriefen

Keinen Verrat an der Konkordanz

Erschienen am: So, 11.12.2011

Ein respektvolles politisches Zusammenleben in der Schweiz wird zunehmend von machthungrigen
Einzelpersonen und von Parteien, die sich zwanghaft an Macht klammern, aufs Spiel gesetzt. Die
sogenannte „Zauberformel“, die es seit 1959 ermöglicht, dass die wichtigsten Parteien, dem
Wähleranteil entsprechend, im Bundesrat vertreten sind, wird mit fadenscheinigen Argumenten, bei
denen es an Fantasie nicht mangelt, so mir nichts dir nichts ausser Kraft gesetzt. Die
Konkordanzdemokratie gewährleistet, dass der Grossteil des Schweizer Stimmvolkes durch
Bundesräte, angemessen in der Regierung vertreten ist, und bietet damit für unser Land die beste
Lösung, denn sie steht für Stabilität und Kontinuität. Ein Leistungsausweis, der von der Vereinigten
Bundesversammlung gewählten Bundesräte- und Rätinnen ist sehr schwierig zu erhalten. Die
Medien präsentieren sich oft voreingenommen und berichten keineswegs objektiv. Eine kritische
Hinterfragung der Berichterstattung ist zwingend notwendig. Ein angeblich hoher Beliebtheitsgrad
sagt gar nichts darüber aus, ob ein Magistrat sein Amt im Sinne der Bevölkerung ausübt oder eben
nicht. So ist Widmer-Schlumpf’s Beliebtsheitsbarometer von beinahe allen Medien, inklusive dem
Schweizer Fernsehen, künstlich in die Höhe getrieben worden. Wer stetig liest, dass die Frau beliebt
ist, glaubt plötzlich, dass es wirklich so ist! Eveline Widmer-Schlumpf ist vor vier Jahren als
Trittbrettfahrerin, aus dem Hut gezaubert, in den Bundesrat gewählt worden und hat eigennützig
ihre eigene Partei verraten. Wollte sie der Konkordanz einen Dienst erweisen, würde sie auf eine
Wiederwahl verzichten. Wenn am 14. Dezember 2011 die Vereinigte Bundesversammlung den
Bundesrat neu wählt, tragen auch die National- und Ständeräte des Kantons St. Gallen
Mitverantwortung. Sie haben im übergeordneten Sinne, des Wohlergehens unseres Landes, die
richtige Entscheidung zu treffen und dabei daran zu denken, dass 26.6 % der Schweizer Bevölkerung
bei den Nationalratswahlen SVP gewählt haben und die grösste Partei der Schweiz auch
entsprechend im Bundesrat vertreten sein muss.

» zurück zu den Leserbriefen

SVP Rheintal | Alle Rechte vorbehalten | Impressum | Realisierung: RightSight.ch