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Gnad Dir Helvetia

Erschienen am: Mo, 29.03.2010

Es nimmt einfach kein Ende. Tägliche Medienberichte zeigen, wie die politischen Eliten der Schweiz das Selbstverständnis unseren Landes demontieren. Vor allem einige Mitglieder des Bundesrats scheinen sich darin regelrecht überbieten zu wollen, die Grundsätze und Werte, die unser Land wohlhabend und weltweit angesehen gemacht haben, möglichst rasch aufzugeben. Dabei scheren sie sich um unsere Verfassung ebenso wenig wie um die rechtsstaatlichen Grundsätze unseres Landes. Lieber wird jedem lauen Lüftchen aus dem Ausland nachgegeben, egal ob es aus den USA, aus Deutschland oder aus Lybien kommt: So werden Daten ausgehändigt, man gibt Erpressungen nach und bezahlt - auf Kosten des Schweizer Steuerzahlers - Reuegeld an Schurkenstaaten. Hauptsache kuschen und ja kein Rückgrat zeigen. Lieber klein beigeben und darauf hoffen, dass die EU es vielleicht für uns richten wird. Doch darauf können wir lange warten. Angesichts des Selbstwertgefühls unserer Landesregierung, das zurzeit wohl noch unter dem Wert der UBS-Aktie liegt, ist dies nichts weiter als ein frommer Wunsch. Keiner unserer "Partner" wird den Druck auf die Schweiz vermindern, solange unser Land immer und überall nachgibt. Ebenso wird keiner unserer "Freunde" der Versuchung widerstehen können, auf Kosten der Schweiz von den grossen Problemen des eigenen Landes abzulenken. Und warum sollten sie auch, solange ihre eifrigsten Helferinnen und Helfer direkt in der Schweizer Landesregierung sitzen?

Als politisch interessierter und engagierter Schweizer fühle ich mich von unseren Bundesräten zunehmend verraten und verkauft. Und ich bin überzeugt, dass es vielen Schweizerinnen und Schweizern ebenso ergeht. Die Verantwortung dafür trägt die Bundesversammlung, die in den letzten Jahren nie die bestmöglichen, sondern immer die anpassungsfähigsten Kandidatinnen und Kandidaten in den Bundesrat gewählt hat. Da kann es dann auch nicht wirklich verwundern, wenn diese auf alle Seiten nachgeben. Eine Besserung wird sich wohl erst dann ergeben, wenn die Bundesräte nicht mehr von Lobbyisten, sondern direkt und demokratisch vom Volk gewählt werden.

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