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Atomenergie - es geht nicht ohne

Erschienen am: Mo, 20.06.2011

Schweizweit liegt der Anteil des Atomstroms bei vierzig Prozent. Im Kanton St.Gallen sind es sogar gut 75 Prozent. Dennoch versprechen Politiker, die vor wenigen Wochen noch das Gegenteil behauptet haben, der Bevölkerung heute einen problemlos möglichen Ausstieg aus der Atomenergie. Dreiviertel des Stroms, den wir alle täglich verbrauchen, orakeln sie, lasse sich durch Effizienzsteigerung, Einsparungen und alternative Energien kompensieren. Und das alles erst noch CO2-neutral und praktisch kostenneutral. Nur wer in seiner Ideologie gefangen ist oder bei den kommenden Wahlen unbedingt punkten will verbreitet solche Theorien, die er weder beweisen kann noch selbst beweisen muss. Jeder eigenständig und vernünftig denkende Mensch kann selber ausrechnen, dass sich nicht 40 und schon gar nicht 75 Prozent Atomstrom so einfach von heute auf morgen ersetzen lassen. Es sei denn, wir werfen alle CO2-Ziele über Bord und setzen zur Stromproduktion - wie unsere Nachbarstaaten - auch auf fossile Energieträger. Denn eines muss uns bewusst sein: die florierende Schweizer Wirtschaft als Lebensnerv unseres Landes ist auf nichts so sehr angewiesen wie auf eine sichere Energieversorgung zu tragbaren Kosten. Um dies zu gewährleisten brauchen wir - zumindest noch - Atomstrom. Doch wenn wir wollen, dass dieser nicht in Auslauf-Atomkraftwerken aus dem letzten Jahrhundert produziert wird, sondern in Kraftwerken modernster Technologie oder gar in Klein- oder Kleinstkraftwerken, dann müssen wir dringend zu einer sachlichen und pragmatischen Diskussion zurückfinden: Und das jetzt! Denn populistischen Versprechen aufzusitzen und illusionärem Wunschdenken zu verfallen bringt uns nicht weiter. Gefragt sind konkrete Lösungen.

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