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Mehr Lebensqualität durch Zuwanderung?

Erschienen am: Mi, 15.01.2014

Mehr Lebensqualität durch Zuwanderung?

Auch im St. Galler Rheintal sind die Folgen der hohen Zuwanderung im täglichen Leben spürbar. Der Verkehrsfluss an den neuralgischen Stellen im Mittelrheintal nähert sich während den Hauptverkehrszeiten dem Niveau von New York City. RTB-Busse können den Fahrplan nicht mehr einhalten, bei der Autobahnausfahrt Widnau/Diepoldsau entstehen gefährliche Rückstaus bis weit in den Pannenstreifen und die Züge nach und von St. Gallen sind zu den gängigen Zeiten übervoll. Letzteres wird durch zusätzliche Bahnverbindungen zwar entschärft, mal abgesehen von Rheineck mit einem reduzierten Angebot, aber dafür entstehen bereits neue Stausituationen vor vielbefahrenen Bahnübergängen.

Die Rheintaler Wirtschaft profitiert von der wieder prosperierenden Konjunktur, auf die Anzahl Arbeitsplätze und die Höhe der Lohnrunden wirkte es sich jedoch höchstens marginal aus. Die Realität ist vielmehr die, dass arbeitslose Schweizer und Ausländer durch den Druck der Personenfreizügigkeit Mühe haben, wieder den Anschluss an die Arbeitswelt zu finden. Denn paradoxerweise verdrängen neue Ausländer bereits heimisch gewordene Ausländer wie auch Schweizer, die dann entsprechende Leistungen des Sozialstaats beziehen müssen.

Nicht zu vergessen ist der enorme Verschleiss an Bauland infolge anhaltender Nachfrage und tiefer Zinsen. Der meist hochwertige Wohnraum hat seinen Preis, der allerdings in einer gewissen Diskrepanz zur lokalen Kaufkraft steht. In einigen Rheintaler Gemeinden findet man innerhalb des Siedlungsraumes kaum mehr Grünflächen. Dementsprechend stärker bevölkert sind deshalb die Naherholungsgebiete, die durch die intensive Nutzung gar nicht mehr so erholsam sind für den Einzelnen.

Mit der Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative würde die Schweiz eine Grundlage erhalten, die Zuwanderung wieder im Gesamtinteresse der Volkswirtschaft, wie auch völlig unabhängig von völkerrechtlichen Verträgen, zu steuern. Beschränkt werden könnte dann auch der dauerhafte Aufenthalt, Familiennachzug und der Bezug von Sozialleistungen. Bei der Bestimmung der Kontingente hätten die einheimischen Arbeitnehmer klar Vorrang.

Fabian Herter Kornaustrasse 34, St. Margrethen

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