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Lehrplan 21

Erschienen am: Mi, 10.07.2013

Leserbrief zum Lehrplan 21                              

 

Kompetenzorientierung, methodische Kompetenzen, soziale Kompetenzen wie zum Beispiel „Selbstreflexion usw. Verstehen Sie darunter etwas? Nein, die meisten Leute und wohl selbst die Lehrerschaft auch nicht. Nichts desto trotz schütteln die Erziehungsdirektoren einen Lehrplan 21 aus dem Ärmel, welcher diesen Namen nicht verdient.

Welcher Lehrmeister oder Ausbildungsbetrieb, welche Hoch- oder Privatschule möchte Schüler übernehmen, welche sich nicht mehr mit den Grundregeln unseres Wissens auseinandersetzen müssen und können. Die Benotung und oder das Messbare sind Grundpfeiler einer jeden zielführenden Bildungslehre. Wer entscheidet ob ein Schüler die sozialen Kompetenzen erfüllt und welcher oder welche die methodischen Kompetenzen erreicht hat? Der Spielraum für Interpretationen und Bewertungen welche ins Absurdum führen, wird geradezu heraufbeschworen.

Gerade im Kindesalter muss eine konsequente Erziehung mit inhaltlicher Lehrstoff-Vermittlung; welche messbar ist; durchgeführt und zwingend eingehalten werden. Unsere Kinder brauchen diese Leitplanken! Was sich diese Schönfärber von Bildungsdirektoren dabei gedacht haben als sie den neuen Lehrplan 21 verabschiedet haben, bleibt nur ihnen vorbehalten. Unsere Lehrerschaft sieht ihren Beruf als Berufung.

Alle anderen Methoden und neuzeitlichen Denkanstösse von mehrheitlich linken, roten und anderen weltfremden Denkern sind zu hinterfragen. Ein Leserbriefschreiber hat kürzlich geschrieben, die SVP solle doch tunlichst die Finger von der Bildung lassen. Sie verstünde davon herzlich wenig. Wer sich mit dem neuen Lehrplan 21 auseinandersetzt, wird daran zweifeln, ob die Erschaffer wirklich etwas davon verstehen. Singend Französisch und Englisch lernen, scheint wichtiger als die Erlernung der deutschen Sprache und der naturwissenschaftlichen Fächer. Gerade wir bürgerlichen Politiker halten an unseren Grundwerten fest. Darunter gehören ein fortschrittlicher Lehrplan und eine über jeden Zweifel gut austarierte soziale Kompetenz.

Ich möchte die Bevölkerung und die Lehrerschaft ermutigen, sich als „Widerständler“ kundzutun und diesen absurden Lehrplan 21 zu boykottieren, so gut es geht.

Sollen wir unsere zukünftigen Generationen mit latentem Wissensverlust und fehlendem Grundpfeilern einer jeder Schulbildung erziehen? Oder wäre es nicht besser; auch in Anbetracht des immensen Wissensvorsprungs der Schweiz mit ihrem dualen Bildungssystem; einen Lehrplan anzudenken, welcher sich mit Schwergewicht Benotung der Hauptfächer, Kompetenzen, sozialen Netzwerken und Sport auseinander setzt?

Ich stehe klar hinter der heutigen Lehrerschaft mit ihrem angewandten Bildungskörper.

 

Harry Büchel

Präsident SVP Rheintal

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