» zurück zu den Leserbriefen

Kopftuchtragverbot: Klare Rechtslage

Erschienen am: So, 30.06.2013

Kopftuchtragverbot: Klare Rechtslage

In der Schulgemeinde von Au-Heerbrugg ist in Art. 14 der Schulordnung eindeutig geregelt: Das Tragen von jeglichen Kopfbedeckungen ist in den Räumen der Primarschule Au-Heerbrugg untersagt. Daran gibt es weder zu deuten noch zu interpretieren. Der Schulrat muss auf der Durchsetzung der Regeln beharren.

Art. 29 der Schulordnung – gültig ab 01. 01. 2013 – wurde vom Schulrat am 19. 02. 2013 genehmigt und vom 04. 03. 2013 bis 12. 04. 2013 dem fakultativen Referendum unterstellt. Das Referendum wurde nicht ergriffen. Das Bildungsdepartement genehmigte die Schulordnung und diese hat nun Rechtskraft.

Die Mehrheit der hier anwesenden Muslime befolgt die Vorschrift. Der somalischen Flüchtlingsfamilie, die sich nicht an das Verbot hielt, war die Sachlage von einer Dolmetscherin erklärt worden. Trotzdem setzt sich die somalische Flüchtlingsfamilie über die Schulordnung hinweg.

Diese Schulordnung ist im demokratischen Prozess zustande gekommen und gilt für alle. Unverständlich, dass der Schulrat vor den religiösen Forderungen dieser somalischen Flüchtlinge kapituliert und einknickt. Der Schulrat hat der von ihm selbst erlassenen Schulordnung zuwidergehandelt und dabei das korrekte Handeln des Klassenlehrers (Wegweisung der uneinsichtigen somalischen Flüchtlinge) unterlaufen. Kommentar überflüssig.

Die Hintergründe der Flucht bleiben im Dunkeln. Zeitungsberichten zufolge soll die Familie in ihrer Heimat angeblich Schreckliches erfahren haben, ohne dass diese «Schrecklichkeiten» benannt worden wären. Ich frage mich allerdings: Wie überwindet eine siebenköpfige Grossfamilie die Fluchtdistanz von rund 10 000 km aus Somalia? Von den Reisekosten einmal abgesehen, waren auch logistische Probleme zu lösen. Somalia soll zudem ein Land sein, in dem der politische Islam die Menschen unterdrückt. Die siebenköpfige Flüchtlingsfamilie hat sich bewusst für die Schweiz als Asylland entschieden. Die Grossfamilie war sich somit bewusst, welche Sitten und Bräuche in der Schweiz herrschen.

In einem Interview begründet die Mutter der Mädchen, dass das Kopftuch die Schönheit der 10- und 11-jährigen Mädchen verhüllen muss. Dieses fadenscheinige Argument scheint mir etwas sehr weit hergeholt. Wenn es der Familie hier nicht passt, soll sie doch weiterreisen in ein Land, wo Kopftuchtragen Pflicht, der politische Islam die verordnete Staatsreligion ist und die Scharia gilt. Wir brauchen keine zugereisten Unruhestifter, welche das hiesige gesellschaftliche Leben vergiften.

Übrigens, die Umfrage auf der «Tagblatt»-Homepage vom 18. Juni (total 723 Stimmen) hat ergeben:

74,14 % – Kopftücher, Mützen und so weiter haben an Schulen nichts verloren.

23,24 % – Es braucht keine gesetzliche Regelung in der Frage.

2,62 % – Mir egal.

Als in der Gemeinde Au nicht ansässige Bürger oder Bürgerinnen steht es uns nicht zu, in die internen Gemeinde-Angelegenheiten dreinzureden. Es bleibt nur zu hoffen, dass das angekündigte Referendum erfolgreich zustande kommt.

 

Walter Hauser, Rheineck

 

» zurück zu den Leserbriefen

SVP Rheintal | Alle Rechte vorbehalten | Impressum | Realisierung: RightSight.ch