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Toleranz in St. Margrethen

Erschienen am: Mi, 12.12.2012 · Erschienen in: Der Rheintaler

Toleranz in St. Margrethen

Der Begriff Multikulti-Gesellschaft ist heute zwar aus der Mode gekommen. Wenn man die Bevölkerungsstruktur von St. Margrethen betrachtet, beschreibt dieser Begriff die Zusammensetzung der Einwohner dieser Gemeinde aber am treffendsten. Es wird seitens Behörden oder auch Vereinen viel unternommen, um all den verschiedenen Religionen, Kulturen und Ansichten Akzeptanz und Beachtung entgegenzubringen. Nur im politischen Bereich funktioniert diese Toleranz offenbar nicht. So wird die SVP St. Margrethen und deren Führung in den letzten Tagen heftig kritisiert.

Dabei ist allgemein bekannt, dass für Probleme immer dann die beste Lösung erreicht wird, wenn eine breite Diskussion stattfindet, wo verschiedenste Standpunkte vertreten und eingebracht werden. Das ist oft ein schwieriger Prozess, Reibungen entstehen. Dieser Prozess führt am Schluss aber zu Lösungen, die von vielen mitgetragen werden und die ohne diese vorgängigen Auseinandersetzungen niemals so zustande gekommen wären. Entwicklung findet in Teams, die alle in die gleiche Richtung denken, nicht statt.

In diese Prozesse hätte sich die SVP gerne eingebracht. Die Enttäuschung der Verantwortlichen, dass ihnen die Stimmbürger von St. Margrethen diese Mitarbeit – für St. Margrethen – verweigert haben, ist mehr als verständlich.

Und all die Toleranz, die für Ausländer, fremde Religionen und Kulturen von uns erwartet wird, sollte auch den politisch anders Denkenden entgegengebracht werden – also auch der SVP!

Monika Bräm

Vizepräsidentin SVP Rheintal

Wasenstrasse, St. Margrethen

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