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Das Blatt wendet sich

Erschienen am: Di, 13.11.2012 · Erschienen in: Der Rheintaler

Das Blatt wendet sich

Am 30. Januar 2009 warben 72 Rheintaler Unternehmen mit einem zweiseitigen Grossinserat für ein Ja zur Weiterführung der Personenfreizügigkeit und deren Ausdehnung auf Rumänien und Bulgarien. Darunter befand sich auch Leica Microsystems, für die ein gewisser Herr Andreas Hedinger unterzeichnete. Das Ziel dieses Wahlkampfes war im Endeffekt, auf qualifizierte Arbeitskräfte aus dem EU-Raum ohne bürokratischen Aufwand zugreifen zu können, und wohl weniger die diffusen Aengste vor einer Kündigung der Bilateralen.
Knapp vier Jahre später werden nun von Leica Microsystems 16 qualifizierte Arbeitsplätze nach Deutschland und Singapur verlagert. Weitere könnten folgen, was der Verband Angestellte Schweiz befürchtet. Die angespannte Lage im Export und weitere schweizweite Hiobsbotschaften lassen erahnen, dass die Erhaltung der bestehenden Arbeitsplätze zur grossen Herausforderung der nahen Zukunft wird. Der einfache Bürger frägt sich da unweigerlich, ob die Personenfreizügigkeit unter solchen Umständen überhaupt noch einen Nutzen für die Volkswirtschaft darstellt. Schliesslich sollten bei zunehmender Arbeitslosigkeit zuerst die einheimischen Schweizer und Ausländer eine Anstellung finden. Soweit haben die Schönwetterpolitiker von SP bis FDP mitsamt deren Anhänger aus der Wirtschaft selbstverständlich nicht gedacht; sie haben vielmehr das Ruder leichtfertig aus der Hand gegeben. Es darf ab sofort gewettet werden, welches der 72 Unternehmen als nächstes Arbeitsplätze abbaut!

Fabian Herter
Vizepräsident SVP St. Margrethen

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