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Diskriminierende Gastfreundschaft

Erschienen am: Di, 06.11.2012

Diskriminierende Gastfreundschaft
 
Die St. Galler Regierung möchte die geplanten Durchgangsplätze in Thal und Gossau-Ost auch ausländischen Fahrenden, sprich Roma und Sinti, zur Verfügung stellen. Gleichzeitig bezieht sie sich auf ein Gutachten der Uni St. Gallen, in welchem festgehalten ist, das der Kanton St. Gallen in mehrfacher Hinsicht eine Diskriminierung ausländischer Fahrender in Kauf nimmt, wenn die Durchgangsplätze ausschliesslich Schweizer Fahrenden zur Verfügung stellt. Dieses Vorgehen und die Begründung wirft jedoch Fragen auf.
 
Ich gehe mit FDP-Kantonsrat Walter Locher einig, dass diese geplante Aktion nicht richtig ist. So stellt sich die Frage, wieso wir uns das gefallen lassen müssen, dass unsere Regierung so freundlich ist, und uns zusätzliche Probleme und Kosten auf's Auge drückt. In ganz Zentraleuropa hinterlässt ein Grossteil der fahrenden Romas und Sinti ähnliche Spuren. Immer wieder sind Kommunen mit den Hinterlassenschaften und den bekannten Begleiterscheinungen konfrontiert und müssen auf Kosten der Steuerzahler Schäden und Abfallberge beseitigen lassen. Die Kultur und Verhaltensweise der fahrenden Roma ist nicht wirklich eine Bereicherung. Unsere Gastfreundschaft wird mit Füssen getreten, wie es in der Gemeinde Thal im Juni 2012 geschehen ist, und im Kanton Wallis im Juli 2012.
 
Eine weitere Frage stellt sich mit der angeblichen Diskriminierung. Wer wird denn nun diskriminiert? Aus meiner Sicht sind das ganz klar die Schweizer Fahrenden. Wenn sich, wie vorgängig bereits erwähnt, die ausländischen Fahrenden entsprechend verhalten, werden die Schweizer Fahrenden darunter zu leiden haben. In den Augen der meisten Bürger werden in- und ausländische Fahrende nicht unterschieden. Und so werden Schweizer Fahrende mit immer mehr Widerstand in der Bevölkerung konfrontiert. Denn es sind die schwarzen Schafe, welche einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
 
Wie kommt nun die St. Galler Regierung und Uni St. Gallen dazu, zu behaupten, die ausländischen Fahrenden würden diskriminiert? Wenn sich ausländische Fahrende nicht an Regeln halten, müssen sie eben mit Widerstand leben. Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun. In den eigenen Reihen spricht man da von Disziplinierungsmassnahmen. Betrifft es aber falsche oder renitente Asylanten, oder eben auch Teile ausländischer Fahrender, dann wird Dank der beratenden Hilfe der entsprechenden Helfer sofort das Wort Diskriminierung verwendet. Nur scheinen diese Helfer noch nicht realisiert zu haben, dass es auch noch Schweizer in der Schweiz gibt, welche durch solche Aktionen auch diskriminiert werden. Oder ist es das selbsterklärte Ziel der uneingeschränkten Zuwanderung und unserer Gastfreundschaft, durch die Übervorteilung und Besserstellung von verhaltensauffälligen Asylanten und Romas, unsere Schweiz zu zerfleischen? Wir sind alle sozial veranlagt, aber mit der selbstzerstörerischen Aufgabe unserer Kultur, der Sicherheit und den Rechten hört es spätestens auf. Die Schweizer Bevölkerung sollte lernen, wieder egoistischer zu sein.
 
Marcel Toeltl

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